More than a One Night Stand


Ein One-Night-Stand kann heiß sein. Aufregend. Sexy. Aber eines kann ein One-Night-Stand nicht: richtig guter Sex sein.

Nicht falsch verstehen: Der Sex kann scharf sein und verrucht. Man tut es in allen Stellungen und probiert alles Mögliche aus, weil man sich sowieso nie wieder sieht. Aber zu richtig, richtig gutem Sex gehört mehr als eine wilde Nacht. Vertrauen, Experimente und Kontrollverlust zum Beispiel.

Richtig guter Sex entwickelt sich mit der Zeit und kommt nicht über Nacht. Weil man den anderen jedes Mal ein bisschen besser kennen lernt. Seine Vorlieben, seine Abneigungen, seine erogenen Zonen. Mag ER lieber am Hals geküsst werden oder in der Kniekehle? Oder  von hinten genommen zu werden oder eher missionarisch? Hat er kleine schmutzige Geheimnisse oder träumt er von Sex zu dritt ?
Das heißt nicht, dass man dem anderen jede einzelne erotische Fantasie oder jeden Sex-Gedanken mitteilen muss. Ein paar Dinge sollte man immer für sich behalten. Dass man beim Sex manchmal an den schnuckeligen Barista aus dem Coffeeshop denken muss oder im Lift stecken bliebt mit Marc Jacobs, und einen heissen Quicky im Lift geträumt hat, gehört dazu. Es kann auch sein, dass der Sex am Anfang gar nicht prickelnd ist, aber mit der Zeit immer besser wird. Weil man IHM Sachen beibringt, die er noch nicht kannte oder er mit Dir Dinge ausprobiert, über die ihr beide, bisher nur gelesen hat.
Erst das ganze Drumherum macht aus gutem Sex – richtig guten Sex. Wenn man danach in den Armen des anderen einschläft und zusammen aufwacht. Sich tagsüber kleine Botschaften schickt, gemeinsam Fantasien auslebt und sich beim anderen völlig gehen lassen kann. Im Bett, nicht im Alltag wohlgemerkt! 🙂

Meine sechs goldene Regeln für den guten Sex:

> GEHEIMCODES: Ihr geht auf einer Party. Tausend Leute um einen herum, aber nur ER weiß, was es bedeutet, wenn man IHN ans Ohr fasst. Nämlich, dass er Lust hat, ihm einen zu blasen. Kein anderer ahnt was, aber er wird an nichts anderes mehr denken, bis man(n) ihn dann endlich in den Mund nimmt…

> QUALITÄT STATT QUANTITÄT: Alle anderen haben jeden zweiten Tag Sex! Alle anderen? So oft? Bloß nicht von Statistiken und Angebereien beeindrucken lassen. Ob zweimal am Tag oder zweimal im Monat – bei richtig gutem Sex kommt es nicht auf das „Wie oft?“ an, sondern auf das „Wie gut?“

 > SEI GRENZENLOS: Grenzen ausloten oder sogar überschreiten – das geht am besten mit einem Menschen, dem man vertraut. Zusammen in eine SM-Bar gehen oder an Sexpartys teilnehmen. Über Fantasien sprechen, sich selbst ausgedachte Sex-Geschichten erzählen („Ich liege am Strand, als ein schönes Paar auftaucht, es vor meinen Augen miteinander treibt – und mich dann fragt, ob ich mitmachen will…“) Wer den anderen an seinen geheimen Fantasien teilhaben lässt, hat auch richtig guten Sex.

> NO SEX: Man kennt sich schon länger und denkt sich irgendwann: Der Sex war auch schon mal besser. Was tun ? Auch mal KEINEN Sex zu haben, kann ziemlich sexy sein. Einfach eine Zwangspause von, sagen wir mal, 5 Tagen einlegen. Wenn man etwas nicht haben kann, wird es automatisch wieder interessant. Und man kriegt wieder richtig Lust drauf. Und zwar so richtig und dann wird der Sex umso prickelnder und aufregender…. 

> BE OUT OF CONTROL: Es gibt Menschen, die nie die Kontrolle verlieren. Weder im Leben noch im Bett. Schade drum, sie verpassen nämlich einiges. Sich total gehen zu lassen, laut zu stöhnen, sich vor lauter Lust aufzubäumen – Kontrollverlust ist obersexy und für den anderen das Zeichen, dass er alles richtig gemacht hat. Tolles Kompliment für den Partner.

Fazit: Je besser man sich kennt, desto besser wird (meistens) auch der Sex. Und die Seitensprung-Gefahr sinkt rapide. Wozu der Stress, wenn man die besten Sachen zuhause bekommt ?

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